Informationen

Was sind Zahnimplantate?

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die fest in den Kieferknochen eingepflanzt werden. Sie nehmen dort den Platz der verlorengegangenen Zahnwurzel ein, verwachsen mit dem Knochen und werden zum festen Bestandteil des Kiefers. Diese künstlichen Zahnwurzeln werden nach der Einheilphase (die Zeit, die das Implantat benötigt, um mit dem Kieferknochen zu verwachsen) mit einer Krone versorgt, die sich optisch nicht von den natürlichen Zähnen unterscheidet. Mit einer implantatgetragenen Versorgung kann man wieder richtig zubeißen – genau wie mit natürlichen Zähnen.

Einer der Schwerpunkte unserer Tätigkeit ist die Implantatbehandlung. Dr. Derks implantiert seit dem Jahr 1993, hat bis heute über 4000 Implantate gesetzt und ist Spezialist für Implantologie des BDIZ/EDA.


Download
Richtlinien zur Ernennung zum Spezialisten
Implantologie

Wie wird ein Zahnimplantat eingesetzt?

Der Operation geht eine sorgfältige Planung voraus. Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen, gegebenenfalls auch Studienmodellen, wird das Knochenangebot vermessen und Länge, Durchmesser sowie die ideale Implantatposition festgelegt.

Die Implantation ist ein unter sterilen Bedingungen durchgeführter operativer Eingriff. Er wird schmerzfrei in Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) vorgenommen. Eine Behandlung in Vollnarkose ist in aller Regel nicht notwendig und für die Behandlung nicht von Vorteil.

Sobald die Betäubung wirkt, wird das Zahnfleisch vorsichtig eröffnet. Mit genau aufeinander abgestimmten kalibrierten Bohrern wird dann möglichst schonend das Implantatbett im Knochen präpariert. Das geschieht unter steriler Wasserkühlung, um eine Überhitzung des Knochens zu vermeiden. Das geeignete Implantat wird sodann ausgewählt und vorsichtig eingeschraubt. Die Schleimhaut wird über dem Implantat sorgfältig vernäht und eine provisorische Prothese oder Brücke eingesetzt.

Bone split

Eine weitere Möglichkeit ein zu dünnes Knochenlager zu verbreitern ist es, den Knochen zu spalten (bone split). Mit niederfrequentem Ultraschall (siehe Piezochirurgie) wird der Knochen in Längsrichtung gespalten, aufgedehnt und somit für die Aufnahme eines geeigneten Implantatdurchmessers verbreitert.

Sinuslift (Sinusbodenelevation)

Eine besondere Art des Knochenaufbaus ist der Sinuslift: im Oberkiefer-Seitenzahnbereich führt die große luftgefüllte Kieferhöhle oft zu einem unzureichenden vertikalen Knochenangebot, was eine einfache Implantation in diesem Bereich häufig unmöglich macht. Hier schafft ein Knochenaufbau nach dem Sinuslift-Verfahren Abhilfe: über einen operativen Zugang vom Munde her wird der Kieferhöhlenboden dargestellt und die bedeckende Schleimhautmembran vorsichtig angehoben. Der entstandene Hohlraum wird mit Eigenknochen und Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Ist noch eine gewisse Höhe an Eigenknochen vorhanden, so können die Implantate zeitgleich mit der Sinusliftoperation eingebracht werden. Bei sehr geringem Knochenangebot wird zunächst nur der Knochen aufgebaut und etwa 7 Monate danach implantiert.


Download
Multiple Nichtanlage von Zähnen im Ober- und Unterkiefer – kieferorthopädische, implantologische und restaurative Rekonstruktion

Knochenaufbauten

Wenn Knochen fehlt

Die wichtigste Voraussetzung für eine Implantation ist das Vorhandensein von genügend Knochen, in den das Implantat eingebracht werden kann. Liegt der Verlust eines Zahnes aber schon lange zurück, oder trägt man schon seit einigen Jahren eine Prothese, so hat sich der Kieferknochen oft weit zurückgebildet. Die moderne Zahnmedizin hat jedoch die Möglichkeit fehlenden Knochen wieder aufzubauen. Zu diesem Zweck werden neben autologem Knochen (Eigenknochen des Patienten) auch Knochenersatzmaterialien verwendet.

Das Knochenersatzmaterial und/oder der autologe Knochen werden auf den Kieferkamm aufgebracht, fixiert und mit einer Membran abgedeckt. Nach einer Einheilzeit kann in den neu aufgebauten Knochen implantiert werden. Teilweise kann der Knochenaufbau auch gleichzeitig mit der Implantation erfolgen.


Download
Die Versorgung einer Schaltlücke

Fallbeispiele